Unsere Prinzipien

Keine ethnischen und keine religiösen Einschränkungen

Dieser Grundsatz ist gerade in Bosnien mit den drei großen ethnischen Gruppen (Bosnier, Serben und Kroaten) und den drei stark vertretenen Religionen (Muslime, Orthodoxe und Katholiken) besonders wichtig und wird vor Beginn eines neuen Projekts mit der Partnerorganisation in Bosnien dezidiert besprochen.

Überschaubarkeit der Projekte

Dies ist gerade für Organisationen in Bosnien, die zum ersten Mal ein Projekt mit einem deutschen Partner durchführen, essenziell. Dazu gehört auch vorsichtig mit größeren Investitionen umzugehen, z. B. bei der Erstellung von Gebäuden.

Transparenz und Offenheit

Ein Ziel unserer Arbeit ist es an modellhaften Projekten aufzuzeigen, dass nachhaltige und zielgerichtete Hilfen für betroffene Menschen in der Region möglich sind. Daher ist es bei jedem Projekt wichtig, die gesammelten Erfahrungen an andere Organisationen und Institutionen weiterzugeben. Dies deckt sich auch mit den Vorstellungen der AKTION MENSCH.

Öffentlichkeit gewinnen

Mit Erfahrungsberichten und Informationsmaterialien für Eltern und Fachleuten sowie mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen (z. B. Tag der Offenen Tür, Pressetermine uvm.) soll das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Belange von Menschen mit geistiger Behinderung geweckt werden.

Schulung und Fortbildung

Bei jedem Projekt sind Seminare zu fachlichen Themen sowie zur Reflektion der laufenden Projektarbeit erforderlich. Vor dem Hintergrund der bisher vorherrschenden „Defektologie“ als Grundlage der Hilfen für Menschen mit Behinderung, ist die Vermittlung eines neuen Menschenbildes eine wichtige Aufgabe der Arbeit in Bosnien.

Nachhaltige Förderung

Wir streben z. B. durch Kooperation mit den örtlichen Behörden nachhaltige Fördermaßnahmen an, sodass exemplarisch auch nach dem Ablauf der Impulsförderung eine Weiterfinanzierung gegebenenfalls auch auf einem niedrigeren Niveau erreicht werden kann. Die ersten – bescheidenen – Praxisbeispiele für den Erfolg dieser punktuellen Maßnahmen gibt es bereits.

Netzwerke als Grundlage der Zusammenarbeit

Nach unseren bisherigen Erfahrungen hat sich die Bildung von Netzwerken bewährt. Sowohl der lockere Zusammenschluss der Organisationen in Deutschland, die sich in Bosnien für Behinderte engagieren, als auch die immer intensiver werdende Zusammenarbeit verschiedener Organisationen und Initiativen in Bosnien haben zu einer schnelleren Vermittlung von Kontakten, zu einem besseren Informations- und Erfahrungsaustausch und damit zur gegenseitigen Stärkung und Unterstützung geführt. Schließlich hat die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen in Bosnien dazu beigetragen, dass eine nationale bosnische Elternorganisation nach dem Vorbild der Lebenshilfe gegründet werden konnte.

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